Geschichte des Museumsgebäudes

Das Haus, in dem das Archäologie-Museum Greding untergebracht ist, gehört zu den größten am Gredinger Marktplatz. Das ehemalige Gasthaus mit Treppengiebel verfügt über einem Innenhof, einen Verbindungs­flügel an der Langgasse und ein ehemaliges Kühlhaus.

Das Gebäude stammt im Kern aus dem 17. Jh. Im Dreißigjährigen Krieg betrieb der Bierbrauer Michael Lang, Ratsherr und einer der reichsten Bürger Gredings, hier eine Gastwirtschaft. Gegen Mitte des 17. Jahrhunderts ging das Haus an die Familie Mayer über, die ebenfalls zur Oberschicht der Stadt gehörte. Anfang des 19. Jahrhunderts übernahm der Posthalter Jakob Zierer das damalige "Hirschwirtshaus". Der mit Abstand reichste Bürger Gredings saß zeitweise auch im bayerischen Landtag.

Unter seinem Sohn Albert erfolgte ein steiler wirtschaftlicher Abstieg. Nach dessen Tod 1913 wurde der überschuldete Besitz zerschlagen. Während des Zweiten Weltkrieges fanden evakuierte Nürnberger Bürger hier Zuflucht. 1962 verkaufte man den Gasthof an die Kreisverwaltung des damaligen Landkreises Hilpoltstein. Danach diente es als Altenheim, Hotel und Verwaltungsgebäude. In den 1990er Jahren wurde die ortsgeschichtliche Sammlung als "Museum Natur und Mensch" hier untergebracht.

Nach einer grundlegenden baulichen Sanierung eröffnet 2012 das "Archäologie-Museum Greding" mit spektakulären Funden von den Grabungen der ICE-Trasse und der Fernwasserleitung bei Großhöbing sowie dem Gredinger Industriegebiet seine Pforten.

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