Der Mensch als Jäger und Sammler

Die letzte Kaltzeit dauerte bis etwa 10.000 v. Chr. Mammut- und Wisentherden bevölkerten damals die Region. Danach erwärmt sich das Klima und die Vereisung geht zurück. Es entwickeln sich Kiefern-, Eichen- und Laubmischwälder und die Lebensbedingungen wandeln sich grundlegend.

Der Mensch wird jetzt über Mikrolithen, winzigen Werkzeugen aus Feuerstein, archäologisch fassbar. Die Mesolithiker lebten als mobile Gruppen in Zelten oder leichten Hütten. Gab es Felsvordächer oder Abris, nutzte man diese. Sie jagten Wild wie Rehe, Hirsche, Wildschweine und Kleintiere, sammelten Beeren, Wildkräuter und Haselnüsse, fingen Fische und Muscheln.

Der wichtigste Fundplatz für diese Epoche ist das Höhlensystem am Euerwanger Bühl. Es liegt auf einer Anhöhe südwestlich von Greding. Hier fand man Knochen vom Wollhaarmammut und vom Wisent.

In einer Felsspalte des Höhlensystems entdeckte Alfred Forstmeyer eine mesolithische Feuerstelle (Bilder rechts). Noch heute ist sie das älteste datierte Relikt menschlichen Lebens im Gredinger Umland. Nach der 14C-Datierung der Holzkohle saß man hier um 7200 v. Chr. am wärmenden Feuer.

Ein zweiter, näher am Wasser gelegener mesolithischer Rastplatz lag unweit davon, in einer flachen Geländemulde vor der Einfahrt in den Euerwang-Tunnel.

Mesolithischer Wohnplatz

Neolithischer Wohnplatz mit Feuerstelle (Inszenierung)

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