Die Jungsteinzeit:

Ackerbau und sesshaftes Leben

Das Neolithikum brachte einen massiven Kulturwandel. Die Wälder wurden zurückgedrängt und Siedlungen entstanden. Man baute Kulturpflanzen an, hielt Haustiere und stellte Keramik her. Diese bäuerliche Lebensweise drang ab 5600/5500 v. Chr. mit der Kultur der Bandkeramik nach Norden vor.

Werkzeuge fertigte man aus Holz, Tierknochen und Stein. Neu sind durchbohrte und geschliffene Steingeräte. Gefäße aus Keramik zeigen eine veränderte Ernährungsweise mit Vorratshaltung. Seit etwa 4500 v. Chr. trat in Mitteleuropa als neuer Werkstoff Kupfer hinzu, anfangs sparsam für Schmuck, Beil- oder Dolchklingen eingesetzt. Kupfergewinnung und Handel begünstigten die Bildung gesellschaftlicher Oberschichten.

Ein monumentales Langgrab

Am Ortsrand von Greding wurde ein monumentaler Grabbau freigelegt, der bisher einzigartig in Bayern ist. Wandgräbchen und Pfostenstellungen deuten auf einen Holzbau hin. In der über 26 Meter langen Grabanlage mit repräsentativ gestaltetem Vorraum lag die Bestattung eines älteren Mannes in extremer Hockerstellung.

Modell des Langgrabes

Gräber der Glockenbecherkultur

Im Gredinger Industriegebiet fand man Siedlungskeramik und eine kleine Gräbergruppe der um 2400 v. Chr. beginnenden Glockenbecherkultur. Die Glockenbechergruppen sind weniger über die seltenen Siedlungsfunde zu fassen, sondern eher über ihren Grabbrauch. Die Toten werden mit Blick nach Osten als Hocker bestattet. Zu den Grabbeigaben zählen die namengebenden Glockenbecher, Dolche aus Kupfer und Pfeilspitzen aus Silex.

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